Pornocaching

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"Powercachen ist Pornocachen - die reine Nachempfindung des Mechanischen." Sehr frei nach Zappo. Aber was war der Auslöser dieser Aussage? Die Umstrittenen Powertrails. Und dazu gibt es neues aus dem Norden der Republik, etwas östlich von Hamburg. Der "Ratzetown Reloaded".

Am 24. Februar wurde hier ein Powertrail veröffentlicht. 311 Dosen, alle mit nur ca. 161 Meter Abstand. Und schon im Listing angekündigt, daß dieser Trail nur grad ein paar Tage länger als die Mindestzeit von 3 Monaten liegen wird. Und, wenn die Angabe im Log stimmt, in einem Naturschutzgebiet.

Man kann sich ausrechnen, wie viele Cacher da "unbedingt" hin müssen. In noch nicht mal 15 Wochenenden. Wie es da anschließend ausschaut, kann man sich vorstellen. Auch, wenn der Trail nicht (!) mit dem Auto zu machen ist. Und das, nachdem die ersten Version des Powertrails erst archiviert wurde.

Offensichtlich war da auch nichts mit den Eigentümern abgesprochen, denn bereits einen Tag später, am 25.02. folgte der NA-Log:

"An dieser Stellen vielen Dank an die hilfreichen Mitglieder des Geoclubs für die bereitgestellten Information und die Möglichkeit sich hier trotz Beschränkungen Einschalten zu können.

Wir vom Zweckverband Schaalsee sind über die Menge der hier ausgelegten Geocasches entrüstet. Es ist nicht abzusehen mit welchem Ansturm das ausgewiesene Naturschutzgebiete hier zu rechnen hat. Wir möchten nicht erst Wochen abwarten um die Schäden zu begutachten, sondern erbitten an dieser Stelle stellvertretend für die restlichen Geocasches eine sofortige Einstellung.

Zum Zwecke eines naturverträglichem Miteinanders kontaktieren Sie uns bitte unter folgender Rufnummer: 04541888462. Einem gemeinsamem Konsens steht nichts im Wege, dies hier ist aber definitiv der falsche Weg."

Quelle: NA-Log

Mittlerweile hat der Owner ein Einsehen gehabt, und der Trail wurde noch am 25.02. archiviert. Schön fand ich dann auch den Log eines Cachers: http://coord.info/GLAAGX38

Was ist nun meine Meinung dazu? Einmal einen Powertrail zu machen, kann ja recht witzig sein. Ich erinnere mich da auch gerne an die FTF-Jagd in der Gruppe auf dem Blaumilchkanal im Sudelfeld. Einmal. Mich persönlich reizen sie nicht mehr. Im Gegenteil. Ich hab noch ein paarmal begonnen, am BMK eine Strecke zu machen. Spätestens nach 10 Caches war ich eher genervt. Schön ist das nicht. Und für mich ist es auch nicht das, weswegen ich mit dem Cachen begonnen habe.

Wenn man dann auch noch so einen Trail in einem Naturschutzgebiet legt, auch wenn man das Wegegebot achtet und eindeutige Hints gibt, kann ich das nicht mehr gut heißen. Denn selbst bei leicht zu findenden Caches werden die zu erwartenden Massen an Cacher Ihre Spuren hinterlassen.

Ich erkenne durchaus die gute Absicht der Owner an, hier darauf zu achten, daß man den Trail nicht (!) mit dem Auto machen kann (ob de facto oder de jure, weiß ich nicht) und die Caches am Weg zu legen. Ich erkenne auch die gute Absicht an, was zu bieten. Aber letztendlich war meiner Meinung nach Ärger vorprogrammiert. Und die Archivierung war sinnvoll.

Danke an JR849, dessen Tweet mich darauf aufmerksam machte.

 P. S.: Nein, der Owner war kein Neuling.

 

Links:

Kommentare   

 
# Nuffy66 2013-02-26 08:26
Hier noch ein interessanter Gedankengang hinsichtlich des NA-Logs des Zweckverbandes auf dem Blog von Albatross 435

Viele Grüße,
Nuffy
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# Flaco76 2013-02-26 21:05
Also mir reichts schon nach 3 Caches oder so. ;-)
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